Placebo-Studien: Wie Erwartungen uns gesund machen können
Die meisten wissenschaftlichen Belege für den Einfluss von Gedanken auf unseren Körper stammen aus Arzneimittelstudien. Bevor ein neues Medikament auf den Markt kommt, muss dessen Wirkung mit der eines Placebos verglichen werden. Ein Placebo ist eine Scheinintervention – zum Beispiel eine Tablette, die aus nichts weiter besteht als Zucker und Maisstärke. Denn die Medizin weiss längst, dass bereits die Einnahme einer Tablette eine positive Wirkung haben kann, auch wenn sie nichts enthält. Und zwar alleine aufgrund unserer Erwartung, was diese Tablette in uns bewirken wird.
Um die Wirksamkeit des eigentlichen Wirkstoffs zu belegen, wird daher in jedem Medikamententest der Nachweis verlangt, dass das Medikament stärker wirkt als der Einfluss unserer Erwartung auf den Körper. Interessanterweise reicht dabei oft auch ein kleiner Vorteil aus, damit ein Medikament auf den Markt kommt. So zeigte beispielsweise eine Meta-Analyse der Zulassungsstudien von vier verbreiteten Antidepressiva in den USA, dass im Durchschnitt 80 % ihrer Wirkung auch in der Placebo-Gruppe erzielt wurden und somit alleine auf Erwartungen zurückzuführen sind. Der eigentliche Wirkstoff dieser Antidepressiva ist also einem Placebo nur knapp überlegen (Kirsch, 2008 ⟶). Ein ähnliches Ergebnis zeigte auch eine Cochrane-Review zur Behandlung von Hautwarzen, welche 85 Studien mit insgesamt 8815 randomisierten Teilnehmenden zusammenfasste. Die Review stellte fest, dass sich mit Salicylsäure-Salben in 75 % der Fälle Hautwarzen erfolgreich entfernen lassen. Aber es zeigte sich auch, dass in 48 % der Fälle eine Placebo-Salbe genauso wirksam war. Fast die Hälfte aller Warzen verschwand also allein durch die Erwartung an die Wirkung, ohne einen Wirkstoff (Gibbs et al., 2002 ⟶; Kwok et al., 2012 ⟶).
Spannende Erkenntnisse zum Einfluss von Erwartungen auf die Behandlung von Schmerzen liefert eine Studie der Neurologie-Professorin Ulrike Bingel an der Universität Hamburg. Darin wurde die Wirkung des starken Opioid-Schmerzmittels Remifentanil untersucht, wobei Versuchsteilnehmende einem Hitzeschmerz ausgesetzt und deren Schmerzempfindung und Gehirnaktivität mittels MRT beobachtet wurden. Den Teilnehmenden wurde ein Tropf angelegt, über den die Forschenden kontrollieren konnten, wann das Schmerzmittel in den Kreislauf kommt, ohne dass die Teilnehmenden dies merkten. Dabei stellten sie fest, dass die Schmerzen wie erwartet stark nachließen, wenn sie die Versuchspersonen gleichzeitig mit der Gabe des Medikaments darüber informierten. Wenn sie aber das Schmerzmittel verabreichten, ohne es ihnen zu sagen, verschwanden die Schmerzen nur geringfügig. Sie ließen erst stark nach, nachdem sie den Probanden sagten, dass sie ihnen das Schmerzmittel verabreicht hätten. Noch interessanter war aber: Wenn sie den Probanden sagten, dass das Medikament gestoppt wurde, obwohl es weiterhin über den Tropf verabreicht wurde, stiegen die Schmerzen wieder auf den Ausgangspegel. Die blosse Erwartung, dass Schmerzen zunehmen werden, konnte also die gesamte Wirkung eines sehr starken Schmerzmittels vollkommen aussetzen (Bingel et al., 2011 ⟶).
Durch die Wirkung von Erwartungen können wir unseren Körper konditionieren, beispielsweise um bestimmte Prozesse im Immunsystem auszulösen. Ein Team von Forschenden an der Universität Duisburg-Essen gab in einer Studie Menschen mit Hausstaubmilben-Allergie an fünf Tagen ein Getränk mit einem ungewöhnlichen Geschmack, gefolgt von einem Antihistaminikum. Neun Tage später erhielten sie das gleiche Getränk und eine Tablette, die gleich aussah wie das Medikament, aber keinen Wirkstoff enthielt. Dabei stellten die Forschenden fest, dass der Körper der Versuchspersonen genau gleich reagierte wie auf das echte Medikament: Die allergischen Symptome und die Reaktionen auf einen Hauttest gingen zurück, ebenso wie die Aktivierung von Basophilen im Blut, der weissen Blutkörperchen, welche bei einer Allergie Histamin freisetzen. Obwohl sie nur ein Placebo erhielten. Der ungewöhnliche Geschmack des Getränks reichte aus, um die davon erwartete Heilreaktion auszulösen. Wurde das Medikament jedoch nur mit Wasser eingenommen, war die Wirkung deutlich schwächer (Goebel et al., 2008 ⟶).
Ein ähnliches Konditionierungs-Experiment führte ein Team um den italienischen Neurowissenschaftler Fabrizio Benedetti im Jahr 2016 durch. Die Forschenden verabreichten Menschen mit Parkinson während einem bis vier Tagen das starke Parkinson-Medikament Apomorphin. Tags darauf erhielten die Versuchspersonen ein Placebo, während die Forschenden die Gehirnaktivität sowie die Muskelsteifigkeit massen. Dabei zeigte sich: je öfter die Personen das echte Medikament vorher bekommen hatten, desto stärker wirkte das Placebo. Nach vier Tagen der Behandlung mit Apomorphin war die Placebo-Wirkung genauso stark wie die des echten Medikaments. Die Forschenden beobachteten im Gehirn der Versuchspersonen ein identische Dopamin-Freisetzung, eine erhöhte Aktivität der Thalamus-Neuronen und eine deutlich reduzierte Muskelsteifigkeit. Nach vier Tagen hatte das Gehirn gelernt, was diese Behandlung macht – und setzte die Erwartung auch ohne Wirkstoff in dieselbe biologische Veränderung um (Benedetti et al., 2016 ⟶).
Besonders stark wirken Erwartungen auch bei Operationen. In einer Studie aus dem Jahr 2002 wurden 180 Patientinnen und Patienten mit Kniearthrose in drei Versuchsgruppen operiert. Bei einem Drittel der Personen wurde verschlissener Knorpel entfernt, bei einem weiteren Drittel wurde das Kniegelenk ausgespült – und das letzte Drittel erhielt Hautschnitte und eine vollständig simulierte Scheinoperation, bei der nichts weiter am Knie gemacht wurde. Über zwei Jahre lang wusste keine der Personen, ob sie die echte oder die Schein-Operation hatte. Und alle drei Gruppen verbesserten sich gleich stark. Die Patientinnen und Patienten mit der Schein-Operation berichteten über deutlich weniger Schmerzen und eine eindrucksvolle Verbesserung der Beweglichkeit. Diese Studie zeigte, dass der gesamte Nutzen dieser milliardenschweren Operation, welche alleine in den USA über 650.000 Mal pro Jahr durchgeführt wurde, reiner Placebo-Effekt war (Mosley et al., 2002 ⟶).
Eine ähnliche Studie führte bereits 1959 der Kardiologe Leonard Cobb durch. Damals war eine beliebte Operation zur Behandlung von Angina Pectoris – heftige Brustschmerzen aufgrund einer Verengung der Herzkranzgefässe – das Abbinden der inneren Brustwandarterie. Je nach Studie führte diese Operation bei 68 % (Glover et al., 1958 ⟶) bis 94 % (Battezzati et al., 1959 ⟶) der Betroffenen zu einer klinischen Verbesserung. Nun unternahm Cobb einen sehr interessanten, wenn auch nach heutigen ethischen Standards fragwürdigen Versuch mit 17 Patientinnen und Patienten: Bei 8 Personen führte er den richtigen Eingriff durch, während er bei 9 Personen lediglich eine Schein-Operation durchführte, ohne dass diese davon Bescheid wussten: Er gab ihnen eine Vollnarkose und machte einen Schnitt, tat aber nichts weiter, als die Wunde anschließend wieder zuzunähen. Dabei zeigte sich die Placebo-Operation überraschenderweise als deutlich wirksamer als der richtige Eingriff: Nach sechs Monaten berichteten 32 % der Personen mit der echten Operation und 43 % der Personen mit der Schein-Operation von einer deutlichen Verbesserung. Ein Patient aus der Placebo-Gruppe, der vor der Operation wegen seiner Herzbeschwerden nicht arbeiten konnte, kehrte kurz danach zu seinem Beruf zurück und berichtete nach einem Jahr von einer 75-prozentigen Verbesserung. Seine Arterie ist nie abgebunden worden (Cobb et al., 1959 ⟶). Diese Studie war eine der ersten, die eine chirurgische Prozedur mit einer Schein-Operation verglich und zeigte, dass auch invasive Eingriffe einen starken Placebo-Effekt haben können.
Unsere Erwartungen können sich auch negativ auf unseren Körper auswirken. Dieses Phänomen nennt sich Nocebo und ist durch zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt. Die British Stomach Cancer Group führte 1983 eine Medikamentenstudie zu Chemotherapie nach einer Magenkrebs-Operation durch, wobei eine Gruppe die Chemotherapie und eine andere Gruppe Placebo-Infusionen erhielt. Da es sich um eine kontrollierte Doppelblindstudie handelte, wussten weder die Patientinnen und Patienten noch das medizinische Personal, wer die echte und wer die Scheinbehandlung erhielt. Wie zu erwarten war, verloren die meisten Leute in der Chemotherapie-Gruppe aufgrund der Behandlung ihre Haare. Aber auch Placebo-Gruppe hatten 30 % der Patientinnen und Patienten starken Haarausfall – ausgelöst von einer Kochsalzlösung und ihrer Erwartung, dass die vermeintliche Chemotherapie zu Haarausfall führt (Fielding, 1983 ⟶).
Ein ähnliches Ergebnis zeigte eine Medikamentenstudie, welche untersuchte, inwiefern die Aufklärung über Nebenwirkungen deren Auftreten beeinflusst. An der Studie nahmen Patientinnen und Patienten mit Herzproblemen in drei verschiedenen Kliniken teil. In zwei Kliniken wurde in der Einwilligungserklärung erwähnt, dass Magen-Darm-Beschwerden auftreten könnten, während dies im dritten Zentrum dies nicht erwähnt wurde. Die Studie zeigte, dass in den beiden Kliniken, die über mögliche Magen-Darm-Probleme aufklärten, sechsmal so viele Personen die Studie wegen genau dieser Beschwerden abbrachen. Die Erwähnung der Nebenwirkung hatte diese also bei vielen Patientinnen und Patienten tatsächlich ausgelöst (Myers et al., 1987 ⟶).
Dies beweist auch eine systematische Review, in welcher die Placebo-Gruppen von 73 klinischen Studien zu Migräne-Medikamenten betrachtet wurden. In diesen Studien wurden drei verschiedene Arten von Medikamente getestet, welche unterschiedliche typische Nebenwirkungen haben. Die Forschenden untersuchten, welche Nebenwirkungen die Teilnehmenden der Placebo-Gruppen hatten, und stellten fest, dass diese stark davon abhingen, mit welchem Medikament das Placebo verglichen wurde. So traten bestimmte Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Gedächtnisprobleme, Missempfindungen und Atemwegsinfektionen nur in Placebo-Gruppen auf, welche mit Medikamenten verglichen wurden, bei denen dies typische Nebenwirkungen sind. Die Review konnte somit nachweisen, dass Patientinnen und Patienten, die ein Placebo ohne Wirkstoff erhalten, spezifische Nebenwirkungen entwickeln, welche typischerweise bei dem Medikament auftreten, das sie einzunehmen glauben (Amanzio et al., 2008 ⟶).
Doch es wird noch spannender: In den obigen Beispielen für den Placebo-Effekt wussten die Beteiligten nicht, dass sie ein Placebo erhielten, und glaubten tatsächlich, dass sie das echte Medikament einnehmen. Man könnte also annehmen, dass der Placebo-Effekt nur bei einer Täuschung wirkt. Dies widerlegte jedoch Professor Ted Kaptchuk an der Harvard Medical School mit einer Studie aus dem Jahr 2010: Dabei wurden 80 Personen mit Reizdarmsyndrom in zwei Gruppen eingeteilt: Die eine Gruppe erhielt nur ein fürsorgliches Artzgespräch, während die andere Gruppe zusätzlich eine Placebo-Tablette erhielt. Dabei wurde ihnen offen mitgeteilt, dass die Tablette keinen Wirkstoff enthalte, dass klinische Studien jedoch gezeigt hätten, dass Placebos durch die Verbindung zwischen Geist und Körper Selbstheilungsprozesse aktivieren und zu signifikanten Verbesserungen führen können. Nach drei Wochen berichteten 59 % der Personen, welche die Placebo-Tablette erhalten haben, von einer deutlichen Linderung ihrer Beschwerden – verglichen mit nur 35 % in der Gruppe ohne Placebo-Behandlung. Die Teilnehmenden wussten genau, dass sie bloss Zuckertabletten einnahmen – und trotzdem trat eine deutliche Verbesserung ein (Kaptchuk et al., 2010 ⟶). Dies zeigt, dass Placebos sogar ohne Täuschung wirken können. Mittlerweile haben weitere Studien ähnliche Nachweise der bemerkenswerten Wirkung sogenannter Open-Label-Placebos bei Rückenschmerzen (Carvalho et al., 2016 ⟶; Ashar et al., 2024 ⟶), Knieschmerzen (Olliges et al., 2022 ⟶), Migräne (Kam-Hansen et al., 2014 ⟶) und Allergien (Schaefer et al., 2018 ⟶) gefunden.
Die mächtige Mind-Body-Connection läuft übrigens auch in die andere Richtung: Vom Körper zum Geist. Das zeigt beispielsweise eine Studie, in der Versuchspersonen vier Wochen lang probiotische Joghurts zu sich nahmen, welche das Mikrobiom im Darm verbesserten, wobei deren Gehirnaktivität vorher und nachher gemessen wurde. Dabei konnten im Gehirn der Versuchspersonen eindeutige Veränderungen im Vergleich zur Kontrollgruppe festgestellt werden, welche eine bessere Stressregulation sowie eine gelassenere Reaktion bei emotionalen Reizen ermöglichen (Tillisch et al., 2013 ⟶). Ein ähnliches Phänomen lässt sich beobachten, wenn Stuhl von gesunden Spendenden in den Darm von psychisch erkrankten Person transplantiert wird. Eine systematischen Review von 21 Studien über Stuhltransplantationen stellte fest, dass alle Studien eine signifikante Reduktion von Depressionen und Angststörungen zeigten, wenn die Personen Stuhlbakterien von gesunden Personen erhielten. Umgekehrt übertrug die Transplantation von Stuhl von psychisch kranken Personen depressive oder ängstliche Symptome auf gesunde Empfänger (Chinna Meyyappan, 2020 ⟶).
Eine bahnbrechende Studie des Forschungsteams um Dr. Kirk Erickson von der University of Pittsburgh konnte beweisen, dass auch körperliche Bewegung das Gehirn umformen kann. In einer randomisierten kontrollierten Studie wurden 120 Erwachsene im Alter von 55 bis 80 Jahren untersucht, die ein Jahr lang entweder ein Ausdauertraining oder Dehnübungen machten, während ihr Gehirn vorher und nachher vermessen wurde. Dabei zeigte sich bei Personen, die das Ausdauertraining absolvierten, dass der Hippocampus nach einem Jahr um durchschnittlich 2 % gewachsen ist. Diese Gehirnregion ist für das Gedächtnis und die räumliche Orientierung zentral – und sie schrumpft normalerweise ab dem 50. Lebensjahr um etwa 1-2 % pro Jahr. Das Training hielt diesen Alterungsprozess also nicht nur auf, sondern machte ihn rückgängig. Die Kontrollgruppe, die nur Dehnübungen machte, zeigte dagegen den typischen Volumenverlust von 1,4 %. Diese Studie zeigt, dass unser Gehirn selbst im hohen Alter formbar bleibt (Erikson et al., 2011 ⟶).
Wissenschaftliche Quellen
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